ampliacion puerto de marbella

Hafenerweiterung Marbella erhält grünes Licht: 200-Millionen-Euro-Projekt

Article by Raquel Santafe · last update 08/09/2026

Am 2. September bestätigte die Stadt Marbella, was jahrelang ungewiss war: Die Hafenerweiterung Marbella wird nun tatsächlich umgesetzt. Das Projekt im Hafen La Bajadilla lag mehr als zehn Jahre auf Eis und tritt jetzt in eine neue Phase ein. Der neue Konzessionsinhaber übernimmt die Anlagen am 1. Januar. Geplant ist eine Investition von mehr als 200 Millionen Euro. Gleichzeitig soll die Zahl der Liegeplätze von 268 auf rund 750 steigen und damit fast verdreifacht werden.

Bürgermeisterin Ángeles Muñoz bezeichnete die Ankündigung als "eine sehr gute Nachricht für die Stadt" und betonte, dass damit ein Verfahren endet, das über Jahre von administrativen und juristischen Hindernissen geprägt war. Mario Muñoz-Atanet, Regionalminister für Entwicklung und Mobilität, erklärte seinerseits, das Vorhaben werde der Stadt "einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls" geben.

Was verändert sich durch die Hafenerweiterung Marbella?

Bei dem Vorhaben handelt es sich keineswegs nur um eine kleinere Modernisierung. Die Wasserfläche soll sich nahezu verdreifachen (x3,5 laut den veröffentlichten technischen Angaben). Hinzu kommen umfangreiche Tiefbauarbeiten: Eine 1,13 Kilometer lange Hauptmole wird den Hafen im Osten und Süden schützen, auf der Westseite ist eine 450 Meter lange Gegenmole vorgesehen und ein Wellenbrecher soll den Bach Primero kanalisieren und vom Strand El Cable trennen.

Besonders auffällig für das Luxussegment ist die maximale Schiffslänge, die die neue Marina aufnehmen kann: bis zu 70 Meter. Damit geht es nicht mehr ausschließlich um klassische Freizeitboote, sondern um Superyachten. Marbella positioniert sich dadurch direkter gegenüber Häfen wie Port Adriano auf Mallorca oder Porto Cervo auf Sardinien, die seit Jahren große Yachten im Mittelmeer anziehen.

Zusätzlich zu den Liegeplätzen umfasst das Projekt:

Teil einer umfassenderen Strategie für Marbellas Häfen

La Bajadilla ist nicht die einzige Marina, in der derzeit investiert wird. Die Stadt Marbella ordnet den Ausbau in eine umfassendere Strategie zur Modernisierung der kommunalen Hafeninfrastruktur ein. Dazu gehören auch laufende Arbeiten am Puerto Deportivo Virgen del Carmen, in Cabopino und in Puerto Banús.

Insgesamt ist die Richtung deutlich: Marbella möchte seine Position als führendes nautisches Reiseziel im Mittelmeer weiter stärken und nicht nur als Sonnen- und Stranddestination wahrgenommen werden. Für internationale Käufer, die sich bereits wegen des Klimas und des Lebensstils für die Costa del Sol interessieren, kommt damit ein weiteres Argument hinzu: hochwertige nautische Infrastruktur. Destinationen wie die Côte d’Azur oder Mallorca verfügen seit Langem über ein entsprechendes Angebot, während Marbella dieses Niveau bislang noch nicht vollständig erreicht hatte.

Der Hintergrund: ein Projekt mit langer Vorgeschichte

Ein Blick auf die Geschichte erklärt, weshalb die Umsetzung so lange gedauert hat. Erstmals ausgeschrieben wurde das Projekt vor 16 Jahren. Anschließend wurde der Vertrag aufgehoben und das Verfahren blieb jahrelang zwischen Verwaltungsprozessen und gerichtlichen Auseinandersetzungen blockiert. Im Jahr 2019 nahm die Junta de Andalucía das Verfahren wieder auf. Seitdem wurden die einzelnen Schritte nach und nach abgeschlossen: Umweltgutachten, Berichte der Küstenbehörden, rechtliche Prüfungen und schließlich das Ausschreibungsverfahren, das zur heutigen Vergabe geführt hat.

Angesichts dieser langen Verzögerungen erscheint es sinnvoll, zunächst konkrete Fortschritte abzuwarten, bevor die Entwicklung als gesichert betrachtet wird.

Was bedeutet das Projekt, wenn Sie jetzt einen Immobilienkauf erwägen?

Wer bereits den Hafenbereich oder die Golden Mile im Blick hatte, erhält durch diese Entwicklung ein zusätzliches Argument für die mittelfristige Perspektive dieser Lagen. Der Zeitraum vor Abschluss eines großen Infrastrukturprojekts kann bessere Kaufbedingungen bieten, weil der Markt mögliche spätere Wertsteigerungen noch nicht vollständig eingepreist hat.

Eine überstürzte Entscheidung wäre dennoch nicht ratsam. Sinnvoller ist es, die tatsächlichen Meilensteine der Arbeiten zu beobachten, darunter den effektiven Start am 1. Januar, den Fortschritt an der Hauptmole und die Eröffnung der ersten Bauphasen. Kaufentscheidungen sollten auf diesen konkreten Entwicklungen beruhen und nicht allein auf der Ankündigung.

Der Hafen von Marbella vor und nach dem Ausbau

Aktuelle Situation Nach dem Ausbau
Liegeplätze 268 ~750
Wasserfläche Aktuelle Basis x3,5
Maximale Schiffslänge Auf mittelgroße Schiffe begrenzt Bis zu 70 Meter
Hauptmole N/A 1,13 km
Parkplätze Begrenzt ~1.000 Plätze
Dienstleistungen Traditioneller Hafen Geschäftsbereich, Werft, Fischereibereich
Investition N/A +200 Millionen €

Häufig gestellte Fragen

Wann beginnt die Hafenerweiterung Marbella? Der neue Konzessionsinhaber übernimmt die Anlagen am 1. Januar. Ein endgültiger Termin für den Abschluss der Arbeiten wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Wie viele Liegeplätze wird der Hafen von Marbella künftig haben? Die Kapazität steigt von 268 auf rund 750 Liegeplätze und damit auf fast das Dreifache des heutigen Bestands.

Welche Schiffe kann die neue Marina aufnehmen? Nach dem Ausbau können Schiffe mit einer Länge von bis zu 70 Metern anlegen, darunter auch große Yachten.

Werden die Arbeiten Auswirkungen auf die umliegenden Strände haben? Ja. Für die Strände Venus, La Bajadilla, El Cable und El Faro sind Sandaufschüttungen vorgesehen.

Kann das Projekt die Immobilienpreise in der Umgebung beeinflussen? Mittelfristig ist das möglich. Vergleichbare Hafenprojekte führen häufig zu einer höheren Nachfrage und können die Immobilienwerte in angrenzenden Gebieten unterstützen.

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